Ein Jahr Lateinamerika travel blog


Letzter Tag in der Notaufnahme.. und er war sehr bezeichnend fuer das vergangene Monat. Um 7 in der Frueh war tote Hose, eine Patientin mit Kopfschmerzen und sonst nichts. Das hat sich bis nach der taeglichen "clase" (heute: der EVC - enfermedad vascular cerebral, oder auch Schlaganfall) aber schnell geaendert, es waren dann doch ein paar Patienten, und mindestens eine kritisch (St.p. Trauma).

Gegen 1 Uhr Mittags wars dann wieder ruhiger, und wir konnten die Zeit fuer einen feierlichen Abschied von allen nutzen, das inkludiert natuerlich auch Kuchen und Pizza. Am Abend gings dann mit Juan nach Mazatlan.

Insgesamt war unser Aufenthalt in Culiacan recht interessant. Wir haben ungefaehr eine Vorstellung vom mexikanischen Gesundheitssystem bekommen und auch einen Ausblick in die Ausbildung der Aerzte. Leider muss ich persoenlich sagen das ich mit der Qualitaet der Arbeit in der Notaufnahme nicht zufrieden war. Das lag weniger an den verfuegbaren Ressourcen (das notwendigste war eigentlich immer verfuegbar), als an den Aerzten selbst. Der Umgang mit den Patienten war meist sehr kurz angebunden und in einem sehr befehlenden Ton. Die Qualitaet der Arbeit der internos war zum Teil (vor allem was Wunderversorgung und "hygienisches" Arbeiten betrifft) sehr bedenklich bis gefaehrlich und auch die Assistenzaerzte waren nur bedingt in der Lage ihre Aufgabe zu erfuellen. Das ist ja prinzipiell nicht so schlimm, weil diese Aerzte ja noch alle in der Ausbildung sind, allerdings war dafuer einfach die Supervision unzureichend und auch die Faehigkeit zur Selbstkritik war nur eingeschraenkt vorhanden. Dafuer war der Umgang untereinander ungemein herzlich und freundlich, man hat den Eindruck das ganze Spital kennt sich untereinander und es gibt auch nicht die, zumindest in oesterreich fast schon obligate, Kluft zwischen Pflege und Aerzten. Da koennen wir uns schon noch eine Scheibe abschneiden..

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